Querflöte und Piccolo
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Die Querflöte war in China bereits um 900 v. Chr. bekannt und gelangte um 1100 n. Chr. nach Europa, wo sie zunächst als Militärflöte im deutschsprachigen Raum verwendet wurde, daher die alte Bezeichnung Deutsche Flöte. |
Die Klarinette
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Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt und zylindrischer Röhre. Es besteht aus dem Mundstück, der so genannten „Birne", dem Ober- und Unterstück und dem trichterförmigen Schallstück. |
Die Saxophone
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Die Saxophone sind Blasinstrumente aus Metall mit einfachem Rohrblatt (Klarinettenmundstück) und weiter, stark konischer Mensur, entwickelt von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax um 1840. Das Rohr hat 20 Tonlöcher, die durch Klappen abgedeckt sind. Diese Klappen können durch einen Hebelmechanismus gruppenweise mit den ersten drei Fingern jeder Hand geöffnet werden. Zwei Zusatzlöcher, die so genannten Überblaselöcher, erlauben es, Töne zu erzeugen, die eine Oktave über oder unter der Normallage erklingen. Das Klappensystem ähnelt dem der Oboe. Heute wird das Saxophon in acht Größen gebaut, vom Sopranino bis zum Subkontrabass. Die am häufigsten verwendeten Saxophone sind das Sopran-, das Alt-, das Tenor- und das Baritonsaxophon. All diese Versionen haben einen Tonumfang von zweieinhalb Oktaven. Die meisten Saxophone haben ein nach oben aufgebogenes Schallstück und ähneln dadurch der Bassklarinette. Das Sopransaxophon ist dagegen gerade gebaut wie die A- oder die B-Klarinette. Das Saxophon hat einen warmen, samtartigen, in hohen Lagen durchdringenden und in tiefen Lagen etwas schnarrenden, manchmal sogar blechigen und metallischen Klang. |
Die Trompete
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Die Trompete ist ein Blechblasinstrument, dessen Klang durch die Schwingung der Lippen des Trompetenspielers am Mundstück erzeugt wird. Trompeten aus großen Schneckenhäusern findet man in zahlreichen Kulturen als rituelle Instrumente. Trompeten aus Silber und Bronze mit langen, geraden Rohren, konischer Bohrung und ausladender Stürze (Schalltrichter) gab es bereits in altägyptischer Zeit. Diese ähneln Instrumenten wie der hebräischen Hasosra, der römischen Tuba und der griechischen Salpinx. |
Das Flügelhorn
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Das Flügelhorn ist ebenso wie die Trompete ein Blechblasinstrument und sieht dieser zum Verwechseln ähnlich. |
Die Zugposaune
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Die Zugposaune (trombone à coulisse) ist eines der Instrumente, das von Anfang an alle Töne der chromatischen Tonleiter von sich geben konnte. Durch das Ausziehen des Zuges bis 6 Positionen -weiter reicht der Arm des Spielers nicht -ist das möglich. Sie wurde in vielen Stimmungen gebaut. Die heute am meisten benutzte Posaune ist die Tenor-Posaune in B (Trombone en sib), sie wird aber in C (do) gespielt. Die Posaune wurde in der heute üblichen Form bereits im 15. jahrhundert im Burgund entwickelt. Sie wurde zunächst vor allem in der Kirchenmusik, vom 18. Jahrhundert an auch in der Militärmusik, eingesetzt. In den Anfängen des Jazz zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Posaune bei den Marching Bands für die Bassstimme zuständig, sie bildete die Gegenstimme zur Lead-Trompete und war meist für den Grundton der Harmonien und für den Rhythmus zuständig. Sie gehört zum Standart-Instrumentarium des Jazz. Als virtuoses Soloinstrument spielt sie im Vergleich zur Trompete nur in Ausnahmefällen eine herausragende Rolle, als Soundgeber ist sie jedoch unverzichtbar, bei Big Bands ohnehin. |
Tenorhorn / Bariton
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Entwickelt wurde das Tenorhorn/Bariton im 19. Jahrhundert in Österreich. Im Gegensatz zur Trompete oder zum Flügelhorn gibt es das Tenorhorn/Bariton mit drei oder vier Ventilen. Insgesamt erinnert das Tenorhorn mit seinem becherförmigen Mundstück an die Posaune, ist jedoch vom Klang her wesentlich weicher. Eingesetzt wird das Tenorhorn/Bariton hauptsächlich in der Blasmusik und im sinfonischen Blasorchester, weniger jedoch in der klassischen Musik. |
Die Tuba
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Die Tuba gehört zur Familie der Bügelhörner. Sie wurde in der länglichen gewundenen Form, die sie neben der nach oben geöffneten Stürze von dem Sousaphon und dem Helikon unterscheidet, seit 1830 gebaut. Die Tuba hat eine weite Mensur und 3-5 Ventile. Das Instrument wird in Spielhaltung mit der Stürze nach oben gehalten. Die im Orchester gebräuchliche Basstuba ist mit vier Ventilen und zwei zusätzlichen Kompensationsventilen ausgestattet. Ihr Tonumfang reicht von Des1 bis h1, der optimale Klangbereich liegt zwischen F1 und f1.
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Schlagwerk
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-Drummset, große und kleine Trommeln, Pauken, Becken, Glockenspiel, Lyra, Xylophon, Triangel, Rassel, Schellenkranz und Gong, Die Schlaginstrumente zählen zu den ältesten Instrumenten der Menschheit. Viele Schlaginstrumente sind ursprünglich afrikanischer oder lateinamerikanischer Herkunft (Claves, Maracas, Congas, Agogo). Ihre Hauptaufgabe besteht im Hervorbringen von Rhythmus. Daneben werden sie aber auch zum Erzeugen von Geräuschen, Melodien und besonderen Klangfarben verwendet. Unter der großen Gruppe der in Idiophone (Selbstklinger, z.B. Kastagnetten), Membranophone (Fellinstrumente, z.B. Trommel) und Chordophone (Saiteninstrumente; z.B. Hackbrett) eingeteilten Schlaginstrumente werden solche mit bestimmter (z.B. Pauke und Xylophon) und unbestimmter Tonhöhe (z.B. kleine Trommel) unterschieden. Das Schlagzeug stellt eine Kombination verschiedener Schlaginstrumente dar; neben der Standardausrüstung im Jazz (große Trommel, kleine Trommel, Hi-Hat, Becken und Tom-Toms) wurde es in der Rock- und Popmusik umfangreich erweitert. In der Neuen Musik wurden zahlreiche Kompositionen für Schlagzeug geschrieben (siehe Iannis Xenakis). Aufgrund der Art der Tonerzeugung zählt auch das Klavier zu den Schlaginstrumenten. |
Horn |
Das Naturhorn, das erstmals Aufnahme in das Orchester fand, wurde um 1650 in Frankreich entwickelt und ist eine größere Version der kleinen, sichelförmigen Hörner mit kreisförmig gewundenem Rohr. Das Jagdhorn, das Anfang des 18. Jahrhunderts im Orchester eingeführt wurde, erzeugte nur rund zwölf Töne der natürlichen Obertonreihe. Mit der Erfindung der Technik des Stopfens im Jahre 1750 wurden die Hörner leistungsfähiger. Beim Stopfen schiebt der Spieler die Hand in die Stürze des Hornes, um die Tonhöhe um einen Halbton zu ändern. Trotz dieses Fortschritts waren immer noch zusätzliche Rohrlängenerforderlich, die so genannten Bögen oder Krummbügel, um in verschiedenen Tonlagen spielen zu können. Dies machte das Instrument sehr unhandlich. Die Erfindung von Ventilen im 19. Jahrhundert revolutionierte das Horn, denn jetzt konnte der Spieler die Rohrlänge (und damit den Ton) allein durch die Bewegung eines Fingers verändern. Ein in F gestimmtes Horn mit drei Ventilen kann eine vollständige chromatische Skala über drei Oktaven erzeugen, vom B unterhalb des Bassschlüssels (eine Quinte höher notiert) an aufwärts. Heute benutzt der Hornist die Technik des Stopfens, um Intonation und Klangfarbe zu verändern. Das moderne Horn in F hat drei Ventile, kreisförmige, enge Windungen, die sich am Ende zu einem breiten Schallstück öffnen, und ein trichterförmiges Mundstück, das für den weichen, warmen Klang des Hornes verantwortlich ist. Das Doppelhorn in F und B, das um 1900 eingeführt wurde, verdrängt das F-Horn zunehmend. Es hat ein zusätzliches Ventil, um den B-Stimmbogen umzuschalten, und bietet einige technische Vorzüge. Im modernen Symphonieorchester sind in der Regel vier Hörner vertreten. Das Waldhorn in F ist eines der "längsten" Blasinstrumente: Würde man es "abwickeln", so hätte es die stattliche Lange von 3,60 m. Nur die Kontrabass-Tuben (B oder C) sind "länger" (bis 5,50 m). Das Waldhorn gilt zusammen mit der Oboe als das am schwierigsten zu spielende Instrument. |








