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Quelle: Kreisbote Füssen https://www.kreisbote.de/lokales/fuessen/kapelle-nachwuchssorgen-7400163.html

Nesselwanger "Harmoniemusik" zieht Bilanz

"Eine Musikkapelle prägt einen Ort"

Der Vorstand der Nesselwanger „Harmoniemusik“ um Thomas Huber (stehend v.l.), Christian Huber (2. Dirigent), Martin Hägele, Florian Greis (1. Vorstand), Andreas Renz, Marius Haberstock, Helmut Wittmann, (1. Dirigent) sowie Ramona Söder (vorne v.l.), Franziska Huber, Verena Haslach und Marciana Endras.

Nesselwang – Die „Harmoniemusik“ sucht musikalische Verstärkung. Eindringlich warb jetzt Dirigent Helmut Wittmann in der Jahreshauptversammlung um neue und alte Musiker.

„Ein Wunsch von mir wäre, dass wir das Besetzungsloch beim Flügel- und Tenorhorn und der Posaune schließen könnten", sagte er. Eine Überraschung hatte Schüler-Dirigentin Gerlinde Briechle parat. Seit knapp einem Jahr ist Dirigent Helmut Wittmann mittlerweile im Amt. 

Er erinnerte an die schwierige Probenarbeit für das Jahreskonzert 2016, das er unter das Motto „In Memoriam“ gestellt hatte – in Erinnerung an zahlreiche große Komponisten. „Beim Wertungsspiel hatten wir mit 82 Punkten einen sehr guten Erfolg. 

Allerdings gab es Punktabzug für Klang, Dynamik und Präzision“, so Wittmann im Rückblick. Die Wertungsrichter hätten sehr hohe Maßstäbe angesetzt, so das es auch in der höchsten Wertungsklasse hohe Abzüge gegeben hatte. 

Im Ausblick auf das Jahreskonzert am 22. April, das er unter das Motto „Märsche und Leben“ stellen will, soll es im Vorfeld ein Probenwochenende mit professioneller Unterstützung geben. Wittmann erinnerte die etwa 60 Anwesenden daran, dass die Musikkapelle auf etwa zehn Positionen verstärkt werden müsste. 

Er appellierte deshalb an die Musikerinnen und Musiker sich umzuhören. „Vielleicht kennt ihr jemand, der zugezogen ist und Lust und Interesse hat bei uns mitzuspielen.“ Auch ehemalige Aktive seien herzlich willkommen. „Der erste Termin des Jahres ist wie seit vielen Jahren unser Skijugendtag“, so Schriftführerin Verena Haslach, die in ihrem Bericht die vielen Auftritte und Veranstaltungen Revue passieren ließ. 

So waren das Musiker- und Schützenkränzle im Februar, das Jahreskonzert im April, das Bezirksmusikfest im Juni und der Viehscheid mit dem Herbstfest die Höhepunkte in ihrer langen Auflistung. 

Mehr Auftritte erwüscht

Gerlinde Briechle, Dirigentin der Schülerblasorchester I und II, berichtete von ihrer Arbeit mit dem Nachwuchs. So absolvierten die Schüler etwa zehn Auftritte. Unter anderem im Heilig-Geist-Stift, bei Konzerten im Kurpark und beim Altennachmittag der CSU stellten sie ihr Können unter Beweis. Beim Wertungsspiel erreichten sie 89 Punkte. Auch erste Bläserprüfungen (DI und DII) wurden von einzelnen Mitgliedern erfolgreich abgelegt. „Es sind auch schon etliche zu den Nesselholzern Jungmusikanten übergetreten“, so Briechle. 

„Das Pfrontener Schülerblasorchester wird für die nächste Zeit in das Nesselwanger integriert, da dort aktuell kein Dirigent für den Nachwuchs zu Verfügung steht“. Mit dieser Ankündigung überraschte sie die Mitglieder. Sie bat aus diesem Grund auch um Unterstützung.

 Jugendwartin Kathrin Haslach berichtete über die „Nesselholzer Jungmusikanten“. Dirigent Michael Neher wünschte sich mehr Auftritte für den musikalischen Nachwuchs aus Nesselwang und Rückholz. Derzeit treten die „Nesselholzer“ zwischen vier- und sechsmal im Jahr auf. Das Abschlusskonzert der Jungmusikanten und des Schülerblasorchesters im Juli fand in Rückholz statt und war sehr gut besucht. Derzeit spielen 45 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker bei den „Nesselholzern“.

Lob vom Bürgermeister

Trachtenwart Siegfried Stöckle, zuständig für die Statistiken im Verein, erläuterte die Anwesenheit bei den 56 Proben und den 36 Auftritten im vergangenen Jahr. Als Belohnung für die häufigsten Probenbesuche und die Anwesenheit bei offiziellen Terminen erhielten Franziska Huber, Vorstand Florian Greis und Martin Hägele ein kleines Geschenk überreicht. Vorstand Greis wünschte sich etwas mehr Probenbesuche, beschwichtigte aber gleichzeitig. „Oft stehen berufliche oder schulische Gründe dagegen“. 

Stöckle sprach die Pflege der Trachten an. „Bitte schaut frühzeitig, umso besser kann's noch gerichtet werden, wenn mal was sein sollte“. Bürgermeister Franz Erhart lobte die hervorragende Nachuchsarbeit der „Harmoniemusik“ und dankte ihnen im Namen des Marktes für ihren Einsatz. „Eine Musikkapelle prägt einen Ort“, so Erhart. Ein Probenraum, wie er derzeit im Haus der Vereine entsteht, sei nicht selbstverständlich für einen Ort. Die Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus seien schon weit fortgeschritten und der Verein sei mit seinem Probenraum auch stark finanziell involviert. 

Bei den Neuwahlen wurde Florian Greis als erster und Thomas Huber als zweiter Vorstand bestätigt, ebenso wie Verena Haslach als Schriftführerin. Franziska Huber übernahm das Amt der Schatzmeisterin von Simone Hägele, die sich nach sechs Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Zu Kassenprüfern wurden Sabrina Allgaier und Wolfang Huber ernannt. „Ich gratuliere zur Wahl und wünsche der alten und neuen Vorstandschaft eine gute und harmonische Zusammenarbeit“, so der Rathauschef nach der Wahl. 

Herbert Hoellisch

Quelle: Kreisbote Füssen https://www.kreisbote.de/lokales/fuessen/kapelle-nachwuchssorgen-7400163.html